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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
488
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EMuteni»ge>l.

Strophe 3't.

.vielfach ist zu schauen, wie selbst Sprossen

«ar hoher Heldc» sich zur Blutschuld neigen;

So Jungfrau'» einst, wie Bibli, tzinyräa,

Ein P r i nz Assyriens, einer von Judäa/'

(Fonscca,) Bibli, eine Jungfrau von Mileto, welche un-erlaubten Umgang mit ihrem Bruder Kaunos pflog. Cinv-räa, eigentlich Myrrha, entbranntein heftiger unnatürlicherLiebe zu ihrem Vater Cinbras, von welchem sie den Adonisgebar. - Der P rin z A ssvr i en s ist der Sohn deS AntiochuS,welcher ein LicbeSverhältniß mit seiner Stiefmutter unterhielt,oder Ninus, der Sohn der Semiramis, welches üppigeund wollüstige Weib unter Andcrm auch mit dem eigenen Sohnein unsittlicher Beziehung stand, Der Prinz von Judäawar ein Sohn Davids, Amnon, welcher seine Schwester Tha-

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mar gewaltsam schändete.

Strophe 37.

Geliebtes Kind, in dessen Nosenhänden

All' meine Macht, mein Zauber liegt begründet;

Sohn, olme den mich Feinde machtlos fänden,

Bor dem die Kraft des Donnrers selbst verschwindet rc."

Nachahmung Virgils:

. LvLto ln8 rrli^aoum dioti« rnlkrtlni' ^morem:mvu6 VI, 68, mea potoulin solur»,

IVrike, p-,1,',8 summ, c;ui wla !>nm t6inni8,

lo eoni'ugi«) et supplex lua numina pt,8on.»"

Strophe 61.

Als lieblich von des Himmels fernen Granren

Das Licht von Mcrnnon's Mutter mag erglänzen."

Memnon war ein Sohn des Tithonius und der Au -rora, als er im Kampfe vor Troja durch den Achilles fiel,wurde er in einen Vogel verwandelt. Die Mythe berichtet ferner,daß später die Memnonsvögel (memnomue, bei Strabojährlich einmal an das bei Troja befindliche GrabMemnons kamen und daselbst mit einander kämpften.

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