Sechster Mang. 473
worden; listig bediente er sich hierzu eines gezähmten Raben,welchen er auf seinen Helm setzte, damit der Vogel, während erselbst den Feind angrist, von Zeit zu Zeit demselben in's Gesichtund nach den Augen hacke. Dadurch gelang es dem Römer denGallier zu besiegen, und von dem Naben (oorvun) erhielt er denBeinamen C 0 rvinus.
Strophe 69.
,,Ei» Andrer von den Zwölfen reist zurück-Durch Deutschland, wo er blutige Händel findet:
Ein Deutscher wollt' ihn fällen dort mit Tücke,
Weil er an Ehr' und Kampfbrauch sich nicht bindet —(Fonseca.) Dieser Andere war Alvaro V az d'Almada,welcher den ihm von einem Deutschen vorgeschlagencn Zweikampfannahm, bei welchem sie mit unbedeckter rechter Seite kämpfensollten. Als der Recke jedoch gewahr wurde, daß sein Gegnerlink händig sei (ihn also auf der rechten unbedeckten Seiteum so leichter zu verwunden im Stande war), stürzte er sich,empört über diese Treulosigkeit, auf ihn und erwürgte ihn inseinen Armen.
Strophe 77.
„Tie H al cp 0 n e n v ö g el klagend schwebenRings NM die Schiffe, als sie »ah'n dem Strande:
In tiefem Weh noch ihre Herzen beben,
West traurig einst das Meer ihr Schicksal wandte."(Fonseca.) Ceyx, der'angebetcte Gatte derHalcyone,fand den Tod bei einem Schiffbruche. Die Mvthe ließ die Gat-ten. die sich so zärtlich geliebt und eine so glückliche Ehe geführthatten, durch die Götter in Eisvögel (Halcyonen) verwan-deln. welche sich manchmal an der Küste bei stürmischem Wettersehen lassen.
Strophe 78.
^,Beini Werk der Sünd'fluth, deren Ende schautenNur Jene, die aus Steinen Menschen bauten.(Fonseca.) Deukalion und seine Gattin Pyrrha wur-den von der allgemeinen Sündfluth verschont. Als sic das Orakel