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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
472
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Das Original hat:

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Hiernach kleidete sich die Dame in die Farbe des Thier csder Helle, d. h. ist Goldbrocat. oder goldene, glänzendeStoffe, da bekanntlich das Thier der Helle der Widder mitdem goldnen Vließe war. Im Deutschen war diesekühne Metapher im engen Raume von vier Versen nicht gutnachzuahmen.

Strophe 68.

..Doch muß Magri?o vorher offenbaren,

Wie er. begierig stets nach großen Dingen,

Um Huldigung und Dienste darzubringcn

Der Fürstin Flanderns; wie er, wohlerfahren

Im Dienst des Kriegsgotts. konnte Sieg erringen,

Als einen Franzmann schlug sein tapfres Eisen(Wie schon Torquatus und Corvin beweisen)."

(Fonscca.) Die Fürstin Flanderns, Namens DonaIsabelle, war eine Tochter des Königs Dom Johann I. von Por-tugal; sie war mit Philipp von Flandern und Burgund ver-mahlt. In einem zwischen ihrem Gatten und Karl VH., Königvon Frankreich, entfachten Streite schlug sie vor, daß man diesenHandel durch einen Zweikampf entscheiden lasse. Zum Kämpenfür ihre Sache wählte sie den ihr wegen seiner ritterlichen Thatcnwohlbekannten Landsmann Magriyo, und dieser besiegte denfranzösischen Ritter, welchen Karl VII. zum Kampfe gesendet hatte.

Torquatus Titus Magnus war ein ausgezeichneter Mann,der unter Anderm so streng auf militärische Disciplin hielt, daßer einen seiner eigenen Söhne hinrichten ließ, weil er sich ineinen Kampf eingelassen, auch gesiegt hatte, aber nicht vorher umdie Erlaubnis des Vorgesetzten Vaters eingekommen war.

Corvinus Valerius Messalla, ein römischer Hcerestribun.war zu einem Zweikampfe mit einem Gallier herausgefordert