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Sechster igesaiig.
ans das in der vorige» Strophe Gesagt- erklärt sich das „Hand in-Hand sie eilen zum Gatten, dessen Liebe beide theilen" dahindaß die hier ebenfalls als Ncptun's Gemahlin betrachtete Te^tbps zugleich mit der wirklichen Gattin des Meergottes, Am-philrite (die vom Liebesboten, dem Delphin, begleitet wird,erscheint, und sich so beide Meergöttinnen in den Palast ihres(dem Dichter zufolge, gemeinsamen Gatten begeben,—Es läßt sich nicht leugnen, daß es etwas unklar erscheint, di- inder vorhergehenden Strophe geschilderte Tethys hier in der fol-genden milder Amphitrite, ohne weiter- Erwähnung derBegegnung beider Göttinnen, zum gemeinsamen GattenHand i» Hand eilen zu lassen, wo eben vorher von demDelphin die Rede war. Hier das Original:
Strophe 23 .
„Und Jene, welche Athamas bedrohte,
Tie rettend einst die Götter ausgenommen,
Zieht mit dem Sohne, der nach frühem TodeGleich ihr zum Rang der Göttlichen gekommen rc."
Ino war die zweite Gattin des Athamas. welcher einenTheil Böoticns als König beherrschte. Als letzterer im Wahn-sinn seinen mit ihr gezeugten Sohn Learchos erschossen, flüch-tete sie mit dem ihr noch gebliebenen Söhnlcin Melicertes.verfolgt von dem wuthergrimmtcn Gemahl, der pe gleichfallsdem Verderben weihen wollte. Sie wußte seinen entsetzlichenDrohungen nur durch einen Sprung mit dem Kinde in s Meerzu entgehen. Allein Neptun machte so Mutter als Kind zu Mecr-göttern, besonders auf Fürbitten des Bacchus, welchen Ino ehe-mals gesäugt hatte. (S. Minckwitz Mythol.)