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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
468
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jgz Erluutenmge»,

Sechster Gesang.

Strophe 2.

^,Mit Fisckerkunst sdurch die vor alte» ZettenLageia schlau Antonius gebunden."

Sageia Klcopatra, Königin von Aegypten; der Dich'ter nennt sie hier beim Namen ihrer Dynastie, welche mit Ptole-mäus begann, einem Sohne des Lagus,

Strophe 21.

Neptuns Gemahlin sah man bald erscheinen,

Des Kölns Tochter, von der andern Seite."

Das Original hat i

,,Vinlia por oult'3 Parte a ktnl/ttOe sVo/-/«no, «to kto/o, e /tk/e« . . .

Der Dichter betrachtet hier die Tethys als die Gemahlin desNeptun. Eigentlich aber war nach den mythologischen Ueber-licferungcn Tct h y s seine Tochter des Uranus oder lu sund der Gäa) die Gemahlin ihres Bruders Oceanus.Die Phantasie deS Dichters scheint mit oder ohne Absicht von dergewöhnlichen mythologischen Ueberlieferung auch in dem EpithelderTochter der V e st a" abgcwichen zu sein, welche bekanntlich,trotz mehrfacher Bewerbungen, sich nie vermählte, und deshalbals das Symbol jungfräulicher Reinheit verehrt wurde, <S,Minckwitz Mythol, Tethvs, Vesta,) Jose da Fonsecageht in seiner Ausgabe, die meiner Uebertragung zu Grunde liegt,in den Erläuterungen p, 584 u. 585 auf diese Verwechs-lung der Persönlichkeiten ohne weitere Bemerkung ein,

Strophe 22 .

Auch Amphitrite, schön wie Blumen blühen . . . ,

.und Hand in Hand sie eile»

Zum Gatten, dessen Lieb- beide theilcn,"

Amphitrite, eine Tochter des Nereus und der Doris,war die eigentliche Gemahlin Neptuns, Mit Bezug