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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
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462
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Erläuterungen.

erlegt zu werden. Jupiter indessen wendete das Unheil I er er-schien rechtzeitig und versetzte Mutter und Sohn unter die Ge.stirne. so daß sie seitdem als großer und kleiner Bär amHimmel prangen. Da sich der Ingrimm der Juno dabei nochnicht beruhigte, stieg di- Eifersüchtige nochmals hernieder undbewirkte durch ihren Einfluß. daßOkeanosundTethysdemverwandelten Paare die Erlaubniß versagten, sich herabzusenkenund die nach Vollendung der Himmelsbahn ermatteten Glieder inden Fluthcn des Meeres zu baden. Daher kommt es. daß die bei-den Sternbilder (in der nördlichen Sphäre) niemals unter -gehen. (MinckWitz Mythol.) Der Dichter benutzt hier sehrsinnreich die Mythe, um zu sagen, wie die Schiffer bei Ueber-schreitung der Linie und bei ihrem Eintritt in die südliche Sphäredie zu so harter Strafe verbannten Bären trotz der haßerfülltenRänke der Juno doch am Horizont in s Meer tauchen sehen undauf diese Weise. durch die Entfernung aus einer Sphäre in dieandere, der Fluch der Göttin gelöst wird.

Strophe 28.

Gleich Wolken sah'n wir jetzt Gebirge ragenVor unfern Augen in nicht ferner Weite . . . ."

Die Gebirgszüge auf der Insel St. Helena.

Das Astrolabium, kürzlich erst erfunden.

Half treulich die Entfernung uns erkunden."

Das Astrolabium, Planisphärium, Analemma oder Win-kelmesser, ist ein Instrument, um Winkel nach Graden, Minutenund zuweilen auch nach Secunden zu messen. Die Erfindung,das Astrolabium bei der Schifffahrt anzuwenden, machten dieAerzte Rodrigo und Josef, sowie gleichzeitig Martin Behaim ausNürnberg , als Johann II. , König von Portugal, die Angabeeines Mittels wünschte, wodurch man der Gefahr entginge, sichauf der See zu verirren; sie lehrten, wie man durch dasselbe auchohne Magnetnadel auf der See wissen könne, in welcher Gegendman sei. Die Erfindung wurde 148«, also ungefähr 17 Jahre