Vierter gelang. 4»»
würde man an solchen Elenden üben, die irgend ein anderes ähn-liches Verbrechen begangen hätten (das an Verderbtheit dem Un-heil gleichkäme, welches durch obige Laster bereits über die Mensch-heit h-raufb-schwor-n wurde)! Welche unermeßlich weite Meer-wollen sie durchschneiden, welche furchtbar- Fluthgebirge wollensie besiegen. welche Gefahren bedrohen an so vielen Orten ihrLeben! Wäre es ihnen nicht heilsamer, hier irgend einen anstän-digen Tod zu sterben, als sich so weit vom Vaterlande ein ringe-wisses Grab tief unter den salzigen Fluthen des Meeres zu suchen?"In diesem Sinn- drückten noch viel- Ander- ihr Mitleid aus,welches sie, von Furcht betreten ob des Gelingens des Wagestücks,für die muthigcn Schiffer hegten. Gama, der sammt den Seinensich der Rührung nicht erwehren konnte, bestieg eilig das Haupt-schiff, und zwar unter glücklichen Aussichten, und lichtete les waran einem Samstag den 8. Juli 1497) die Anker. Die Mengeharrte am Ufer und schaute der Flotte nach, bis der frischwehendegünstige Wind die Schiffe bald den Blicken entführt hatte."
(Nach Oaorio, Vitia ll'el-rei vom slauuel.)
Strophe 87.
„Und drauf verließen wir des Tempels Hallen,
Deff' Säulen sich am Meere stolz erheben,
Benannt vom Orte, welcher einst uns AllenIn Anechtsgestalt den höchsten Gott gegeben . . . ."
(Fonseca.) biossa 8-uhora llo Lolom (Unsere Liebe Frau vonBethlehem) ist der Tempel im Kloster der Mönche von St. Hie-ronimus. Es ist ein sehr prächtiges und majestätisches Bauwerk,das sich in den verschiedensten Beziehungen auszeichnet. Die Kircheselbst, am Meere unweit der Tejo-Mündung gelegen, wurde erstim Jahre 4499 gänzlich vollendet durch den König Dom Ma>nuel; später erweiterte sie sein Sohn, der König Dom Johann Ul. ,mit der nämlichen Pracht, wie sein Vater begonnen hatte, wiedie vom Baumeister Andre de Resende verfertigten lateinischenDisticha andeuten, welche über dem Portal des Klosters in Steingemciselt also lauten: