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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
434
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- Lcfniiterlmstell.

Strophe 84.

Die hohen Vorgebirge ihn beklagten,

Die Flüsse, weinend mit den trüben Wellen,

Zieh'» über Fluren, deren Saaten ragtenIn ödem Grün, verlangend nach den Quellen:

Es trauert Strom und Flur; die Völker sagtenEinander von dem Ruhmesglanz, dem Hellen,

Der nie wird bleichen, ob der Staub zerfalleUnd bang des Echo's Trauerruf verhalte."

(Fonseca.)Eine fast allgemeine Uebcrschwemmung fand imDeccmber 1180, beim Tode Alfons I., statt. Die Gebirgsbächestürzten wild schäumend und brausend auf die Ebenen herab undalle Flüsse überflutheten ihre Ufer. Cambes läßt hier im kühnenBilde die hohen Vorgebirge den trefflichen Herrscher be-klagen und beweinen; ihrc Thränenströme füllen die Flüsse. Eine gleiche Redefigur wendete Virgil in der Episode vonAristus an;

bloount lllio'Iosioiiio sroes^tgue llelae, atgus llebrus, et Callas Oritlizia."

Strophe 83.

Der tapfre Jüngling Sancho, treu erfunden rc. . . ."

(Fonseca.)Der König Dom S a n ch o zierte Portugal mitvielen schönen Plätzen und Städten ; er verdient deshalb wohl derErbauer genannt zu werden." Duartc Galväo.

Strophe 87.

Schon mußte Guido' s Heer dort unterliegenVor Durst, da Saladin mit List gewendet.

Daß Allen rings das Wasser ward entzogen,

Wo heiß der Sand und fern die frischen Wogen." f-f

(Fonseca.) Saladin, der Sultan Aegyptens, trug imJahre 1187 einen glänzenden Sieg über die christlichen Fürste»davon (in der Nähe der Stadt Tiberias); Guido vonsusignan, König von Jerusalem, und der Großmeister derTempler wurden dabei gefangen genommen.