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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
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Dritter gelang.

dergestalt, daß er »ach vier Jahren Herr von Nicäa in Bithynienwar, darauf nahm er Antiochia in Syrien und zuletzt Jerusalemin Palästina ; hier ließ er sich im I. logg zum ersten Königvon Jerusalem krönen."

Strophe »9.

Durch Qual bring' sie zum Tod nach Sc in iS''WeiseDer Stier Perills vernichte sie, der heiße."

(Fonseca.) S ei ni s war ein berüchtigter Räuber, welcherdie Umgegend von Korinth unsicher machte. Er band die Un-glücklichen, welch- in seine Hände fielen, an die Gipfeläste zweiergroßer Bäume, welche er mit seiner riesigen Kraft zusammenbog.Indem er sie dann auseinanderschnellen ließ, wurden die Schlacht-opfer gräßlicherweise zerrissen. Dies Unwesen trieb er, bis derHeld Theseus kam und ihn selbst auf die nämliche Weise vernich-tete. (S. auch Minckwitz Mythol.)

Perillus war aus Athen gebürtig. Als ein scharfsinnigerKünstler war er doch so schwach, sich die Gunst des TyrannenPhalaris durch ein sinnreiches Marterinstrument erkaufen zu wol-len. Dies Kunstwerk bestand in einem Stier, aus Metall geformt,hohl und mit einer Oeffnung versehen, durch welche man Men-schen in den Bauch des Ungeheuers sperren konnte. Wurde Feuerdarunter entzündet, so klang das Geschrei der Gemarterten als-dann wie das Gebrüll eines Stiers. Zur Ehre des Phalariswird berichtet, daß er den unberufenen Erfinder neuer unmensch-licher Grausamkeiten zuerst zu einer Probe seiner Erfindungund somit zum Tode vcrurthcilte.

Strophe 4t.

,,O große Treue du der PortugiesenAm Diener, der auf's Spiel sein Alles setzte!Hat er nicht gleiche Tapferkeit bewiesenWie jener Perser, der sich schwer verletzte?Hoch hat DariuS seine That gevriesen,

Der seine Freundschaft noch viel höher schätzte,Als zwanzig Babel, die er unterjochte,"DaZoxyruS kein Gold ersetzen mochte».