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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
420
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Lrlautenmgen.

Strophe 18.

Das Berbernland begrenzt an jener Enge

Des mittelländischen Meers Hispaniens Fluren;

Dort sind, so melden griechische Gesänge,

Zu schau'» noch des ThcbanerS Riesenspuren - - -

Die Enge des mittelländischen Meeres ist Gib-raltar <von den Mauren Kiblaltnlli, Berg des Eintritts, ge-nannt) ; es bildet gleichsam den Schlüssel zur Pforte aus demOcean in das mittelländische Meer.

Der Thebanerist Hercules oder Herakles, zuweilenso genannt nach Theben, seinem Geburtsorte, wo sein Pflege-vater Amphitryon und seine von Zeus geliebte Mutter Alkmeneals Herrscherpaar thronten, Unter den zwölf Riesenarbeiten,welche ihm der König Eurysthcus auferlcgt, bestand die zehntedarin, daß er die Rinder des Gcryon aus Spanien nachMpcenä treiben sollte, eine Aufgabe, die wegen der weiten undgefährlichen Reise am schwierigsten zu lösen war. Durch eineMenge wilder Völkerstämme gelangte er über Libyen bis zumwestlichen Grenzpunkte der Erde, und richtete hier zwischen Europaund Afrika die berühmten steilen Berge auf < Gibraltar aufeuropäischer, Abhla auf afrikanischer Seite), welche noch heutedie Säulen des Hercules genannt werden. Sie entstanden,indem er das Festland in der Nähe des jetzigen Gibraltar durch-brach und die Vereinigung des Mittelmecres und des atlantischenOceans bewerkstelligte, <S, auch Minckwitz Mythol.)

Strophe 22.

Aus seinem Stamme ward der Hirt geboren,

Dess' Thaten einst die ganze Welt durchdrungen.

Der, zu des Vaterlandes Schutz erkoren,

So kühn das mächtige, stolze Rom bezwungen."

(Fonseca.) Der Lusitanier Viriatus ward aus Verzweif-lung Räuber, durch seine Tapferkeit schwang er sich zum Heer-führer empor. Ein Zeuge der grausamen Tyrannei der Römer,vertauschte er den Hirtcnstab mit dem Schwerte, So besiegte er