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Erläuterungen.
sräulich-keusche Diana oder Artemis im Bade erblickte.Von der Schönheit der Göttin geblendet, blieb er stehen undlauschte. Kaum hatte die Göttin den unberufenen Späher ent-deckt. als sie zürnend ihn mit Wasser besprengte, wodurch er so-fort in einen Hirsch verwandelt wurde. Actäon behielt nichtsMenschliches als seine Besinnung, die ihn jedoch nicht rettenkonnte; denn als er sich furchtsam im Walde verbergen wollte,eilten ihm seine Diener und seine zahlreiche Meute nach, die ihnnicht mehr erkannten, das vermeinte Wild verfolgten und ihn. alssie ihn auf dem Berge Kithäron erreichten, wüthend zerrissen.(S. auch Minckwih Mythol.)
Strophe 48.
„Ob auch Ulysses einst die Flucht gelungenAus ewiger Knechtschaft von Ogygia's Strande;
Und ob Antenor einst so weit gedrungen.
Zu sch au'n JllyrienS Meer und jene Lande,
Wo des TimavuS Quell; . . . ."
Ulysses oder Odysseus , der bekannte Held der Odyssee,rettete sich während seiner Irrfahrten aus dem schrecklichen Schiff-bruchc. in welchem alle seine Gefährten umkamen, an den Strandder Insel Ogygia im ionischen Meer. Hier nahm ihn dieNymphe Kalypso auf. verliebte sich in ihn und hielt ihn achtJahre in einer Art Gefangenschaft, aus der sie ihn erst auf denausdrücklichen Befehl der Götter entließ.
Antenor, bei Homer der verständige, zur Sühne rathendeGreis. wurde nach der Eroberung und Zerstörung Troja s . woman seitens der Griechen seiner geschont hatte. bestimmt. gleichAeneas außer Landes zu gehen. Mit seinen Söhnen zog er nachThracien, von dort aber mit den Henetern (Venetern) nach Ita-lien. Hier gründete er die henetische Provinz am adriatischen MeeremitPatavium (Padua), die der salzige Strom Tim av u s durch-schnitt. V-rgl. Virgil:
poruir.
Ulz'riooo penotiaoo siuus, atguo inriina lulus
Ilogna I.iblli'Noouni er lontoiu snpoonro ll'imavi . . . ."
4 enoi 8 , lib. l. v. 246.