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Zweiter gesang.
hölzerne Riesenpferd in die Stadt gebracht worden. war er der-jenige, welcher Nachts den Bauch des Ungeheuers öffnete und diedarin versteckten bewaffneten Griechen h-rausließ; sofort bemäch-tigten sich diese, während die Trojaner arglos schliefen, einesThores und ließen die insgeheim zurückgckehrten Feinde ein. Aufdiese Weise verrieth Sinon die Trojaner oder Phrygier (Trojalag in der Landschaft Phrygien). S, Virgil's Beneide.
Zweiter Hesang.
Strophe 10.
„Doch Jener, der in ewiger Jugend lebet.
Der einst von zweien Müttern ward geboren" —
Der Dichter meint hier Bacchus, den Sohn der Semele.Diese war die Tochter des Königs Kadmos von Theben, und vonso außerordentlicher Schönheit, daß sich Jupiter in sie verliebteund sie öfter in Gestalt eines schönen Jünglings besuchte. Dieeifersüchtige Göttcrkönigin Juno bemerkte nicht sobald die gehei-men Gänge des untreuen Gemahls, als sie auch beschloß, dieverhaßte Sterbliche zu verderben. Zu dem Ende nahm Juno dieGestalt der alten Amme an, welche einst Semele gesäugt hatte.Bei einem Besuche brachte sie Semele durch ihre Zweifel zudem Entschlüsse, den Gott zu veranlassen, daß er sich in seinerwahren Gestalt vor ihr zeigen solle. Leider ließ sich Jupiter durchdie eitle Geliebte zu dem feierlichen Schwur beim Styx Hinreißen,ihr einen Wunsch erfüllen zu wollen. Als sie ihm dann das er-wähnte Ansinnen stellte, erschrack er und suchte cs ihr auf jedeWeise auszureden, allein umsonst. Und so erschien er ihr denn inseiner ganzen Herrlichkeit, mit Donner und Blitz. Im Nu ver-zehrte der Letztere das Haus und tödtete die Unglückliche. Zeusvermochte nur noch die zarte Frucht ihres Leibes zu retten: dasKnäblein Bacchus, welches er noch drei Monate lang in seine