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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
409
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Erster Mang. E

Strophe 43.

Gesetz, das höher, reiner

Elnst lehrt em weiser Mann aus Abrams Saamen,

Der ^udenthum und Heidenthum vermählet,

Dess Volk zur Herrschaft dieser Welt erwählet."

Der Dichter spielt hier aus Mahomed an. Er soll von einerjüdischen Mutter und einem heidnischen Bater stammen; richtigerscheint es indessen, dies auf die Thatsache zu beziehen, daß dievon ihm begründete Religion, der er die Weltherrschaft zusprach,ein Gemisch jüdisch-christlicher und heidnischer Grundsätze ist.

Strophe SS.

Am reinen Himmel, wo an goldner KetteHervor die Rosse Hyperions schreiten . .

Hyperion, einer der vom Uranus und der Gäa erzeugtenTitanen; er vermählte sich mit seiner Schwester Thia und wurdeVater des Helios, der Selene oder Mondgöttin und derEos oder Morgenröthe. (Minckwitz Mythol.) Häufig ge-brauchen die Dichter aber auch Hyperion für die Sonne selbst,wie im vorliegenden Falle Eamöes (Uz-porionio).

Strophe 68.

,,.ob diese Fremden von den rauhen

Und wilden Horden kommen, die vom StrandeDes KaSpiSsee's als Räuber auf die GauenRingsum, nach Asien Krieg, Verheerung tragen.

Nachdem sie schon der Griechen Reich zerschlagen."

lFonscca.) Nicht nur die M auren , mit welchen es Gamahier zu thun hatte, waren durch das rothe Meer bis zu den Ost-küsten Afrika's gedrungen, um sich hier niederzulaffen und nachden indischen Häfen Handel zu treiben, sondern auch die Türkenbegannen sich mit ihren Raubschiffen in diesen Meeren zu zeigen.Unter dem Reich der Griechen bezieht sich Camöes auf denletzten byzantinischen Kaiser Constantinus Paläologus (- - - 0imporio tomaram a (lonställtino), während dessen Regierung