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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
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401
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Erster Hesang.

gönnt Apoll, daß euer Strom, der schöne,neicht mehr zu neiden braucht die Hippokrene,"

Die Hippokrene, wörtlich: R-ßqu-lle, war nach deralten Mythologie di- berühmte Musenquelle auf dem Berge Heli-kon in Böotien, entstanden durch einen Hufschlag des DichtcrroffesPegasus. Das Wasser der den Musen und Apollo, demGott- der Dichtkunst und der edcln Musica , heiligen Hippokreneberauschte und begeistert- den aus ihr Trinkenden zu hohen dich-t-rischen Ergüssen. (Näheres inMinckwitzTaschenwörterbuchder Mythologie".)

Strophe 6.

Und du, o hochgeborner edler BürgeDer lusitanischen Freiheit."

Der König Dom Sebastian, welchem Camöes seine Lusiadenwidmete und an den er hier das Wort richtet, wurde zu Lissabonam 2t>. Januar 1554 geboren. Nach dem Tode seines Groß-vaters Dom Johann III. kam er unter die Vormundschaft seinerGroßmutter Dona Eatharina, und einige Zeit darauf unter diedes Kardinals Dom Henrique; dieser verwaltete das Reich biszum Mündigwcrden Dom Sebastians. Kaum hatte jedoch derjunge Fürst die Zügel der Regierung selbst ergriffen, als er sichzu einem Zuge gegen die Mauren rüstete, wo er leider schon imersten Treffen am 4. August 1578 blieb. (Fonseca.)

Strophe 7.

Sieh auf dein Wappenschild: die hohen, kühnen.Gewaltigen Thaten zeigt'- vom tapfer» EisenAus alter Zeit."

Der Dichter spielt hier auf die, den Mauren durch KönigDom Alfons Hcnriques, auf der Flur von Urik (Ourigue) ab-gewonnene Schlacht und die dabei gemachte große Sieges-beute an. <S. weiter unten 3. Gesang. Strophe 43 u. fg.,53-55.)

EamöeS, Tie Lusladen.

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