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Erläuterungen.
Strophe 8.
„Du mächtiger König, dessen weite LandeDer Sonne Morgenstrahl zuerst bescheinet ....
Dom Sebastian beherrschte factisch das von Gama unter sei-nem Vorfahren, dem König Dom Manuel, entdeckte Indien zumgroßen Th-ile. Der Dichter sagt demnach in dieser Stanze ohneUebertreibung, daß „im Reiche seines hohen Herrn die Sonnezuerst aufgehe und noch im fernsten Westen Lande bescheine, dieseinem Scepter gehorchen", wie Kaiser Karl V., in dessen Reiche„die Sonne nicht unterging",
„Und Türk' und Heid', die, unwcrth des Genusses,
Noch trinken von dem Naß des heiligen Flusses,"
Der heilige Fluß ist hier der Ganges, seit dem grauestenAlterthum in den Religionsbüchern derHinduhs heilig genannt,dessen Fluth alle Sünden des sich darin Badenden abwäscht, (S.auch 10. Gesang, Stanze 12t:
,,Der Gangesstrom, in dessen Fluth sich badenDie Völker rings, da sterbend sie vermeinen.
Daß durch dies Bad der Sünden sie entladen,
DaS heiligend sie macht zu Frommen, Reinen.")
Strophe 9.
„WaS Rodamout, was Roger macht' vollbringen.
Und was vielleicht Orlando sah gelingen,"
Camöes spielt hier auf Bojardo's „Orlancko ianamorato"und Ariost' s herrliches Epos „Orlauckv tuvioso" und die darinbehandelten Abenteuer an,
Strophe 12.
„Statt dieser, Herr, will ich dir Nuno bringen . . . ."Nun» Alvares Pereira, Kronfeldherr lcanünstavel)von Portugal, der tapferste und heldenmüthigstc Vertheidiger sei-nes Vaterlandes.
„Um EgaS, Fuas würdig zu besingen - - -"
Dom Egas Monis war der Erzieher des Königs DomAlfons Henriques, und gleich Dom Fuas Roupinho einebenso ausgezeichneter als persönlich tapferer Feldherr.