Zehnter gelang.
3Sl
144.
Das heitre Meer sie fröhlich dann durchschneidenMit sanftem Wind, der nie zum Sturm sich rollte.Bis daß der Heimath Küsten grün sich breiten.
Die einst der Helden Wiege schauen sollte.
Und durch des Tejo Mündung frisch sie gleiten;Dem Vaterland, dem König Jeder zollteDen Preis, den Ruhm, weil glorreich er regierteUnd sich mit neuen hohen Ehren zierte. —
145.
Nicht mehr, v Muse! Denn verstimmt jetzt klingenDer Leier Saiten, matt der Stimme Laute;
Nicht mag ich länger tauben Ohren singen,
Versunknem Volk, das nie auf Edles schaute!
Die Gunst, wodurch erstarkt des Genius Schwingen,Gibt nicht das Vaterland, auf das ich baute:
Von niedrer Lust, vom eitelsten Verlangen
Jst's geistlos, stumpf und schmachvoll jetzt umfangen! —
14».
Nicht weiß ich, welches Schicksals Laune fügte,
Daß Der nicht frohen Stolz und Lust empfindet,
Von dem ein Wink den ersten Geistern gnügte,
Daß sie für ihn zu Thaten sich verbündet!
Darum, o König, dessen Krone wiegleDie Gottheit herrlich, die sich oft verkündet:
Sieh, wie Du kannst (schaut ihn, ihr Nationen!)
Als einziger Herr so hoher Helden thronen!