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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
390
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Nachdem er rasch durcheilt gar weite Strecken,

Mehr als die Hälfte Wegs zum Pol im Norden,

Soll Staunen dort ein Land und Volk ihm wecken.Das wahren Riesen gleich befunden worden.

Noch weiterhin wird er den Sund entdecken.

Der seinen Namen trägt; gleich engen PfortenFührt dieser Engpaß hin zu andern Meeren,

Die kalt des Austers Fittige beschweren.

142 .

Bis hieher ist cs euch, o Portugiesen!

Erlaubt, zu schau'n der Zukunft reiche Thaten;

Auf Meeren, die durch euch erst sich erschließen,Erblüh'n einst durch die Helden herrliche Saaten!Jetzt, wo ich euch gelehrt und unterwiesen,

Daß nach den Müh'n und schweren KampfespfadenEuch ewig schöne Frauen huldreich glänzen,

Und euch mit Kronen wahren Ruhmes kränzen:

143 .

Jetzt mögt ihr zieh'n (die Winde günstig wehen,Sanft ist das Meer) zum theuern Vateriandc."Sie sprach's: und flugs ist Leben rings zu sehenAn dieser heitern Liebesinsel Strande.

Mit frischem Vorrath sie zur Flotte gehen,

Wohin der Nymphen reizend Chor sich wandteDen Gatten nach, um länger sich zu eine».

Als Phöbus selbst der Erde wird erscheinen.