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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
389
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Zehnter .gelang.

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138 .

Das ist der Orient, der unbekannte,

Den eure Fahrt der Welt jetzt kühn enthüllte;

Den Weg erschlösset ihr zum fernen Strande,

Ihr Schiffer, die so tapfrer Muth erfüllte.

Doch Zeit ist's, daß ihr schaut zum Vaterlande,Bewundernd weilt der Blick am neuen Bilde:

Ein Lusitanier, dem sein König grollte,

Dort niegeahntes Land entdecken sollte.

139 .

Das große Land wird eurem Blick sich künden,

Desf Gränzen von Callisto's Sternbild reichenWeit hin zum andern Pol; und schimmernd findenSich stolze Minen hier, die Golderz zeigen.

Castilien, eure Freundin, wird sich windenHier goldne Kränze, kostbar ohne Gleichen;

An Sitt' und Art verschiedne NationenZn diesen vielen reichen Ländern wohnen.

140 .

Doch, wo das Land sich weiter dehnt, dort findet ^Auch ihr den Antheil an dem Holz, dem rothen;

Auf Sancta - Cruz der Name wird begründet,

Das ihr zuerst erreicht mit euren Boote».

Entlang der Küste, die euch jetzt verbündet,

Forscht nach dem fernsten Theil, dem sturmbedrohten,Dom Magalhäes, vom Stamm der Portugiesen,

Dem er jedoch nicht treu sich hat bewiesen.