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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
362
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Die Lusiaüeu

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57 .

„Sln Binton's Reich, das Unheil und GefahrenGehäuft Malaka seit gar langen Zeiten,

Wirst du an Einem Tag von tausend JahrenDas Unrecht rächen und die harten Leiden.Verderben, Elend, Noth und Plagen schaarenSich wild um dich; auf engen Pfaden breitenSich Schlingen, drohen Wälle, Pfeile, Lanzen —Du stürmest siegreich auch die stärksten Schanzen.

58 .

„Doch Sinnenlust in Indien, ruh'los TrachtenNach eitlem Ruhm, — was gegen Gottes WillenUnd Rechtlichkeit — macht zwar dich nicht verachten.Doch wird es bald mit Ekel dich erfüllen.

Wer sinnlos mag nach niedern Lüsten trachten,Mißbrauchend Amt und Macht zu eitlen Grillen,Der ist kein Held; wer wahrhaft weiß zu siegen,

Läßt nie das wahre, gute Recht erliegen.

59 .

„Sticht will ich drum Sampaio hier bestreiten,Das kühn er sich erringt so Macht als Ehren;Am blutigen Kampf erkennt auf allen SeitenDer mächtige Feind ihn in des Südens Meeren.Auf Bakanor wird furchtbar er bereitenEin Blutbad, mördrisch Malabar verheeren,Bis, wild erschreckt, besiegt, Kutjale's RotteVon hier entflieht mit ihrer mächtigen Flotte.