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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
361
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Zehnter gelang.

54 .

„Doch das Geschick, das Irdischem beschieden.

Und dem noch nie ein Sterblicher entgangen,Führt endlich dich zu einem Hähern Frieden,

Aus Rang und Würden, die dich hehr umfangen.Menczcs folgt, der Zweite; er wird bietenMehr Klugheit, als sein Alter ließ verlangen;

Mit Weisheit wird der tapfre Heinrich walten,Daß nie sein Bild der Nachwelt kann veralten.

55 .

„Nicht nur wird Malabar er gänzlich schlagenUnd Koulet und Panan zu Trümmern wenden.Kühn die Geschütze stürmend, die nun tragenVernichtung Jenen, die sie mochten senden:

Er wird besiegen auch durch männlich WagenDie Sünden, die das eigne Herz verblenden:

Die Sinnenlust bekämpft er, die Begierde;Fürwahr, in solchem Alter hohe Zierde!

56 .

„Doch wenn auch seine Stunde einst gekommen.Wirst, tapfrer Mascarenhas, du erstehen;

Ob Bosheit auch dir bald die Macht genommen,Wird niemals doch dein ewiger Ruhm vergehen.Selbst deine Feinde, haß - und furchtbeklommen.In dir den wahrhaft hohen Helden sehen.

Das Schicksal läßt dich Hähern Ruhm erstreiten,Als dich gerechtes Glück wagt zu begleiten.

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