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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
363
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Zehnter Gesang.

6 ».

„Die starke Flotte Diu's dann desgleichen.

Vor der dem mächtig großen Chaul selbst grauet,

Wird Hector von Silveira schnell erreichen,

Und wild zertrümmern, wenn er sie erschauet.

Am Portugiesen Hector wird sich zeigen,

Daß an Cambaia's Strand, gar fest gcbauet,

Er so schwer Unheil bringt den Guzeraten,

Als Der von Troja einst den Griechen Schaden.

61 -

„Sampoia's, des so tapfern, Würde zieretDann Cunha; lang' wird er am Rnder stehen;

Die hohen Thürme Chal's sind aufgeführetDurch ihn, die schreckensvoll mag Diu sehen,

Die mächtige Stadt. — Bafsaim darauf erküretSein Schwert zum Preis ; doch wird das nur geschehen,Nachdem im Blut Melike umgekommen,

Und Cunha kühn den stolzen Wall genommen.

62 .

„Nach ihm Norunha kommt, durch dessen WillenDie Türkenbrut aus Diu wird geschlagen;

Aus Diu, das mit Kampflust wird erfüllenAnton Silveira stets, mit kühnem Wagen.

Wird Erde dann Norunha's Leib umhüllen,

Dann soll dein Sproß, o Gama, herrlich ragenHervor als Fürst; die Furcht vor seinem HandelnWird gelb des rothcn Meeres Fluthen wandeln.