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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
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Die Lnltaüe».

21 .

Neptun's Gemahlin sah man bald erscheinen,

Des Mus Tochter, von der andern Seite;

In ihrem 'Antlitz Ernst und Lust sich einen

So schön, daß ob der süßen Augenweide

Das Meer selbst stillt den Zorn, den ungemeinen;

Sie kommt in einem kostbar feinen Kleide,

Das zart die Formen eines Körpers decket,

Desst Schauen rings Bewunderung erwecket.

22 .

Auch Amphitrite, schön wie Blumen blühen,

Erscheint, den wichtigen Fall nicht zu versäumen;

Drum mag hieher mit dein Delphin sie ziehe».

Den ihr zum Boten in des Meeres RäumenDes Königs Liebe hatte einst verliehen.

Ihr Blick besiegt des wilden Meeres Schäumen,

Die Sonne selbst; und Hand in Hand sie eilenZum Gatten, dessen Liebe beide theilen.

23 .

Und Jene, welche Athamas bedrohte,

Die rettend einst die Gölter ausgenommen,

Zieht mit dem Sohne, der narb frühem TodeGleich ihr zum Rang der Göttlichen gekommen ;

Sie landen scherzend in dem leichten BooteAus schönen Muschel», das zum Strand geschwommen ;Den schlanken Meergott trachtet voll VerlangenDie Nvmphe Panopäa zu umfangen.