Die Lusiadeir.
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15 .
Er ruft: „O Freund Neptun, nicht magst du staunen,
In deinen Reichen Bacchus jetzt zu sehen;
Auch Großen, Mächtigen dräu'n des Glückes Launen,
Auch diesen schaffen oft sie herbe Wehen.
Doch eh' ich in dein Ohr mein Leid will raunen,
Laß deines Reichs Vasallen um mich stehen,
Daß Alle hören, welches Leid, welch TrauernDie Zukunft Allen birgt in wilden Schauern!"
18.
Neptun, vermuthend, daß der Fall verlangeWohl ernste Würd'gung, eilet, zu entsendenDen Triton mit des Muschelhornes Klange,
Daß alle Götter in der Fluth sich wendenZu seinem Thron mit fiügclschnellem Gange.
Der Bote Triton kündet's aller Enden,
Der Sohn Salacia's, von gewaltigen Gliedern,
Schwarz, und der häßlichste von seinen Brüdern.
17.
Des Bartes und des Hauptes Haare hängen
Auf Brust und Nacken, träufelnd feucht vom Schlamme,
Die struppig wild sich in einander drängen,
Verrathend keine Spur vom glatten Kamme;
Und an den Spitzen dicht zusammenzwängenSich schwarze Muscheln, gleichend einem Schwamme;Von einem riesig großen Seekrcbs bildetDie Schal' ihm ein Barett, gar roh geschildet.