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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
199
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-luntler gelang.

90 .

Und aller Hörer Blicke staunend hangenAn des beredten töpfern Führers Munde,

Als sie zuletzt ihn seh'n zum Schluß gelangenMit unerhörter, hoher Tbaten Kunde.

Und aus des Königs weisem Mund erklangenDas Lob, der Ruhm der tapfern Hcrrscherrunde,Die reich an Kriegerruhm; des Volkes TreueUnd Muth und Adel rühmt er stets auf's Neue.

91 .

Sein Volk erzählt bewundernd, fast im Schrecken,Von jenen Thaten, die es sollte hören.

Und jedes Auge sucht die kühnen Recken,

Die viel erlebt auf nie bcschifften Meeren.

Doch Dclios eilt die Hände auszustrccken,Lampetia's keckem Bruder zu verwehren,

Daß er die Zügel nimmt: in's Meer er gleitet;

Zur Heimfahrt drum der edle König schreitet.

92 .

Wie klingt so süß das Lob der wahren EhrenVon Siegen, die der eigne Arm errungen!

Durch edlen Kampf sich gleichzuseh'n den hehrenErhabnen Geistern, die sich aufgcschwungenZum Ruhmestempel! Mißgunst, Neid vermehre»Nur tausendfach das Lob, das hoch erklungen.

Wer jemals mochte kühn zum Sieg gelangen,

Hat Muth und Kraft durch fremdes Lob empfangen.