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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
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Die Lulmbe».

87 .

Und Jener, der geschlürft in vollen ZügenAoniens Quell, um dessen Wieg' im StreiteAthen und Chios, Rhodos, Smyrna liegen,Dem Salamin, dem Argos Kränze weihte,Gleich Kolophonia bei dem Volk der Griechen;Und der Ausonier auf der Römer Seite,

Dess Göttersang den Mincius machte lauschen,Indessen stolz des Tibers Fluchen rauschen:

Sie mögen loben und begeistert singenVon Thaten ihrer göttergleichen Helden,

Die Zauberinnen tief in's Netz verschlingen.

Wie sie von Circe, von Kalypso melden

Und von Sirenen, deren Lieder klingen,

Daß süß betäubt die trunknen Glieder schwellten,Wie zu Ciconen, und zum Strand sie fahren,

Wo die Gefährten schlimm verzaubert waren '

89 .

Sie mögen fabeln von verschiossnen WindenIn Schläuche, von Kalypsv's Liebesgluthen;

Wie mit dem Mahl Harpyen schnell verschwinden.Wie selbst ein Held stieg zu den stygischen FluchenWas immer sie uns Wunderbares künden.

Wie nur des Dichters Geist cs mag vermuthen:Durch reine Wahrheit, dir von mir berichtet,Wird jeglich Phantasiegebild vernichtet."