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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
197
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Fünfter gelang.

84 .

Und endlich konnten wir die Anker lichten;

Mit größrer Hoffnung, mit der Trauer KlagenVerließen wir den Strand, den Blick zu richtenIn's Meer, dort weitre Kunde zu erfragen,

Vom Irrthum streng das Wahre jetzt zu sichten.Nach Mossambik die Flotte ward getragen,

Von dessen Schändlichkeit dir längst ward Kunde,Die mit Mombassa's Trug im argen Bunde.

85 .

Zuletzt führt mich der ewigen Güte WaltenZu dir hieher, zu deinem sichern Hafen,

Wo Gastfreundschaft und liebevolles SchaltenWir, die halbtodt schon, überreichlich trafen.

Du hast voll Edelmuth, Herr, uns behalten,Nach wildem Streit kann ich nun ruhig schlafen.Gern bin ich deinem Wunsche nachgekommen:

Du hast mein wahres Zeugniß jetzt vernommen.

86 .

O König! möchtest du jetzt selbst dich fragen,

Ob je ein solches Volk geherrscht auf Erden,

Das solche kühne Reisen mochte wagen?

Glaubst du, daß jemals litt so viel BeschwerdenAeneas, daß Ulysses mehr ertragen?

Mag je ein solcher Held gefunden werden,

(So viel man auch besang) dess MeeresfahrtenDen achten Theil der unfern offenbarten?