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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
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Die Lnstaden.

89 .

Kaum schwieg ich, als wir in der Lust gewahrenEin Wesen, stark und mächtig anzuschauen,

Das Mißgestalt und struppig mit den Haaren,

Mit schmutzigem Bart und einem Blick voll GrauenAus tiefen Augen, die sich schielend paaren.

Unheimlich blitzend unter dichten Brauen.

Schwarz wie die Nacht seh'n das Gespenst wir gähnen,Mit grimmigem Rachen, langen gelben Zähnen.

-X».

So riesengroß erschien das Luftgebilde,

Daß ich es deutlich nur dir kann vergleichenMit dem Koloß auf Rhodos' Sandgcsilde,

Eins von der Vorwelt sieben Wunderzeichen;

Der Stimme Ton gleich Blitz und Donner schrillteSo wild, daß ihm kein irdischer Laut mag gleichen:Wir Alle starrten, wie die Säulen stehen.

Als das Phantom wir vor uns mußten sehen.

41 .

Und also sprach's: -Verwegen kühne Recken,

Wie sie noch nie die Welt bisher gesehen.

Die nur nach wildem Kampf die Hände strecken,

Und nutzlos sicherm Tod entgegengehen,

Die selbst Verbotnes trachten zu entdecken,

Durch Meere schwimmen trotz der Stürme Wehen,Die schon so lang' ich wußte zu bewahren,

Daß nie ein Schiff gewagt sie zu befahren: