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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
175
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-fünfter Zefang.

17

18 .

Samt Elmv's Feuer sah ich deutlich sprühen,

Als heilig von dem Schiffervolk geachtetZur Zeit des Sturms, wann wild die Wogen ziehen,Der Regen strömt und rings das Meer umnachtet.Da, wenn der Donner rollt, die Blitze glühen,

Hat unser Aug' ein Wunder oft betrachtet:

Des Wetters Wolke als gewaltige RöhreSenkt auf die hohen Wogen sich im Meere.

19 .

Und deutlich sah ich (nicht hat mich getrogenDer Augenschein) ein Wölkchen sich erhebenWie feiner Rauch gen Himmel aus den Wogen,

Und dann, vom Sturm erfaßt, im wilden BebenAls Säule zu den Wolken aufgezogen,

Die man durchschaute, wie wenn Dünste schweben:Das Ganze schien, von unten bis nach oben.

Aus Wolkenstoff und Nebeldunst gewoben.

20.

Doch nach und nach schwoll's an im Sturineswehen,Bald zeigt sich's stärker als die dicksten Masten,

Es dehnt, es weitet sich, die Wellen drehenMit mächtigem Wasscrschwall zu ihm die Lasten ;

Und schaukelnd schien aus Wogen es zu stehen,

Bis einer Wolke Spitzen es erfaßten,

Wodurch der Umfang wuchs so schnell, daß GrauenUns Alle packte, die dies mochten schauen.