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Die Lusinden.
21 .
„Den Egeln gleich, die oft gefährlich hangenAm Maul des Vieh's, das unbedacht zur QuelleIm Wald, den Durst zu löschen, hingegangen, —Wie das Gewürm, sich saugend fest am Felle,Allmählich dicker wird und schwillt gleich Schlangen,Zum Platzen trinkend Blut an edler Stelle:
So siebt mau jetzt der Säule Schaft sich füllen,
Wo schwarze Wolken oben sie verhüllen.
22.
„Doch als das Ganze mächtig vollgesogcn,
Hebt auf der Säule Fuß sich aus dem Meere,
Und, wasserströmend, dehnt im weiten Bogen'Am Himmel sich der Wolke düstre Schwere:
Dem Meere gibt sie, was aus ihm gezogen,
Doch macht sie, daß das Wasser salzlos kehreZurück zur Fluth: wie Dieses mag geschehen,Kann nur ein Kundiger der Natur verstehen.
23 .
„Die alten Weisen, die zu Nutz und FrommenDer Wissenschaft so manches Land durchzogen:Wenn je sie Das, was ich gesch'n, vernommen.Nach jeder Richtung auf dem Reich der Wogen:Wie manches Schriftwerk wäd auf uns gekommenVon Wundern, Zeichen an dem Himmelsbogen,Von Sterne», Sonne», von dem weite» Meere —Und traun, dies Alles mit der Wahrheit Ehre!