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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
164
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Die llnlinlii'n.

Iki

W.

-Wie Manchem blendest du der Linne TrachtenMit dieser Eitelkeit, die Alles stürzet,

Indem das blutige Handwerk blutiger schlachte»Dein falscher Glanz als Tapferkeit ihm würzet;Wie lehrst du ihn des Lebens Werth verachte»,Daß er um dich leichtsinnig es verkürzet,

Anstatt daß er als höchstes Gut eS pflegte,

Und Dem, der'S gab, sein Herz sich dankbar regte!

ION.

»-Ist Jemals Stamm nicht Deinem Land verbunden.Mit dem du hast gereckten Grund zum Kriege?

Er, der nur Mahmud'S Glauben mag bekunden,Indeß du kämpfst, daß Christi Lehre siege?

Wird nickt bei ihm das reichste Land gesunde»,

Und Städte zahllvs, Beule zur Genüge,

Suchst Land und Beule du? des Siegers Ehre»?Seblag diesen Feind: er wird sich tapfer wehren!

1»l.

-Dein Gegner stehet stark vvr deinen Thvren,

Und du ziehst aus nach ferner Länder Strande?

Gewiß dann geht dein eignes Reich verlvren.

Nimmst du die besten Kämpfer deinem Lande.

Ein zweifelhaftes Ziel hast du erkoren,

Weil eitler Ruhm dich lockt in seine Bande,Versprechend, daß sich Alles vvr dir neige:

Das Morgenland, Arabiens, Indiens Reiche.