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Die Lusiaüen.
93 .
„Nicht wagten wir das Auge zu erheben,
Zu schau'n der Frau'n, der Mütter Leid und Weinen,Daß Trauer nicht uns mehrt des Herzens Beben,Weil Muth und Klage nimmer sich vereinen.
Schnell ließ ich drum das Abfahrtszeichen geben,b Und selbst gewohnten Abschied fest verneinen,
Denn wo sich wahre Lieb' von Liebe scheidet.
Er beiden Thcilen Herbern Schmerz bereitet.
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94 .
„Allein ein Greis, mit würdig weißen Haaren,Der unterm Volke stand am Meeresstrande,Bewegt sein Haupt mit einem sonderbarenVerstimmten Ausdruck, der uns Alle bannte:Mit schwerer Stimme, doch mit deutlich klarenSinnvollen Worten er an uns sich wandte,Und seiner weisen Rede Inhalt kündet,
Daß langer Jahr' Erfahrung ihn begründet:
95 .
,,»O Sucht nach Herrschaft, eitelstes VerlangenNach jenem Nichts, das -Ehre- wir benennen!
O trügrisch Gut, das allzuschnell vergangen,Nach Fürstengunst, nach Volkesruhm zu rennen!Wie schwere Strafen seh'n wir daran hangen,Wie manches eitle Herz muß dies erkennen!
Wie schrecken Tod, Gefahren, Martern, LeidenSie, die der Ehre Götzendienst nicht meiden!
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