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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
153
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Vierter gelang.

66 .

Der hohe Himmel, scheint es, wollte sparenFür Manuel dies Werk, das glorreich hehre;

Und er, den nimmer schreckten die Gefahren,Verpfändet dran des Thrones Macht und Ehre.

Sein hoher Sinn soll bald sich offenbaren,

Als ihm Johann das Reich ließ, daß er's mehre:Kaum deckt ihn Purpur, hat er angefangenDes weiten Meeres Herrschaft zu erlangen.

67 .

Denn ganz erfüllt von jenem hohen Trachten,

Wie er der Ahnen Testament vollbringe,

(Die jederzeit mit frischem Eifer wachten,

Daß sich das Reich zu Macht und Größe schwinge),Läßt er auch nimmer sich den Geist umnachtenDurch Zweifel, ob das hohe Werk gelinge:

Er denkt des Plans, wann hell die Sonne leuchtet,Wann Thau die Flur beim Sternenschimmer feuchtet.

68 .

Oft mag er sich aufs goldne Lager strecken,

Wo kühner sich die Phantasien zeigen,

Und immer sieht er sich durch Träume wecken,Gedanken, die vom Herzen nimmer weichen:

Der Rang, die hohe Pflicht des kühnen Recken,

Das Ziel, das ihm bestimmt ward zu erreichen.

Stärkt sich der müde Leib zu neuem Leben,

Sieht er von Morpheus bunt den Traum durchweben.