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Die Lusiaden.
63 .
„Dann sahen sie des rothen Meeres Fluthen,
Durch das einst Juda ohne Schiff gegangen ;Jenseits der Berge Nabathäa's ruhtenDie Boten kam», die rüstig vorwärts drangen,
Bis wo in Saba's Reich in mildern GiuthenBon Myrrhen köstlich duftend Wälder prangen.Arabiens weites Reich lag hinter ihnen.
Das steinig-wüste, als sie hier erschienen.
64 .
„Nach Persien dringt ihr Fuß, wo dunkle SagenVom großen Babel Wunderbares künden;
Des Tigris und des Euphrat Wellen fragenUmsonst, wer ihren Ursprung mag ergründen.
Die Boten forschen hier mit kühnem Wagen,
Wo sie des Indus heilig Wasser finden,
(So hoher Thaten Ziel), durch weite Meere,
Was nicht vermocht Trajan mit mächtigem Heere.
65 .
„Und endlich Indiens Völker sie gewahren,
Die von Karmanien, von Gedrofla's Reichen,
Mit fremden, unbekannten Menschenschaaren,
Wo Sitt' und Brauch gar seltsam, sonder Gleichen.Doch nach so langem Wandern, nach GefahrenJedweder Art, sich Hindernisse zeigen,
Die allzulang' die Rückkehr ihnen wehren:
Nie sollten wir von ihnen jemals hören.