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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
148
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Die Lustndeu.

51 .

Duarte sollte bald das Ende sehen

Der guten Zeit, die lang' dem Land beschieden,

Wie sieb im Wechsellauf wohl Schmer; und WehenDer Welt erschließen oft nach Glück und Frieden.Wer sah wohl je, daß nie sich mockite drehenDes Glückes Gunst den Sterblichen hienicden'tAuch dieses Reich und dieser Fürst erfuhren,

Wie allzuflüchtig Erdenglückes Spuren.

52 .

Sein heiliger Bruder Fernand ward gefangen,Dess Sinn so hohen Thaten zugewendet,

Als er allein statt Geisel hingegangen,

Wo er des armen Volkes Knechtschaft endet.

Des Vaterlandes Groß' und Ruhm durchdrangenSo mächtig ihn, daß er sich selbst verpfändet,

Und anrätb, Ceuta nie zu übergeben:

Das Land gilt mehr als Freiheit ihm und Leben.

53 .

Sich selber weihte Codrus einst dem Lande,

Daß es der grimme Feind nicht kann verderben;Für's Vaterland trug Regul Knechtschaftsbande,Bereit, für dessen Glück und Heil zu sterben.Fernand verharret fest im Sklavenstande,

Um Spanien Heil und Ruhe zu erwerben:

Solch hehre Tapferkeit nicht mochten zeigenSelbst Codrus', Curtius' und der Decier Leichen.