Vierter gesang.
18 .
„-Selch einen König habt ihr, daß, wenn gleichetDer Mnth in euch dem seinen, ihr gewinnetGewiß den Kranz, den man dem Sieger reichet,
Und nimmer euch der stolze Feind entrinnet.
Doch wenn trotzdem die Furcht nicht von euch weichet,Die Angst, die eure Herzen jetzt umspinnet,
Mögt thatlos ihr in feigem Muthe sehen,
Daß ich allein dem Feind will widerstehen!
19.
„ -Ich und die Meinen und dies gute Eisen»
(Hier zieht er's Schwert zur Hälfte aus der Scheide),-Wir werden jenem mächtigen Feind beweisen,
Daß unser Land nie fremdes Joch entweihte.
Den Sieg will ich dem Gegner kühn entreißen,
Daß ich dem König Schutz, und Trost bereiteDem Vaterland, das treulos ihr verrathen:
Doch weh' euch, mäh' ich eurer Unthat Saaten!»
20 .
„Und gleichwie nach Canusium's weiten AuenEin Häuflein Streiter einst sich mußte flüchten,
Als einziger Rest von Cumä noch zu schauen,
Voll Furcht, daß sie der Feind noch wird vernichten:Bis Scipio scheucht gewaltsam Furcht und Grauen,Sie zwingend mit dem Schwert, sich aufzurichtcn,
Und ihm zu schwören, nimmer zu verlassenDie Waffen Rom's, bis daß sie selbst erblassen: