Die Lusiaden.
IZK
15 .
„-Wie, aus dem Heldcnvolk der PortugiesenSoll Einer sein, der Kampf und Schlacht mag meiden?Des Lusus Reich, als Königin gepriesenVon allen Ländern einst in Kriegeszeitcn:
Es zählte Einen, der nicht Muth bewiesen.
Für Glauben, Liebe, für sein Volk zu streiten,
Für Portugal? der feig und schwach, mit BebenSich ohne Schwertstreich mag dem Feind ergeben?
16 .
„-Wie, stammt ihr nicht von jenen tapfern Ahnen,
Die, so gefürchtet und in hohen Ehren,
Gefolgt des großen Heinrich's Kriegesfahnen,
Sich messend kühn mit dieses Volkes Heeren?
Die einst gestürmt hin auf des Sieges BahnenSo wild, daß man den Feind zur Flucht sah kehren,
Wo von berühmten tapfern Feldherr'n siebenMit reichem Fang in ihren Händen blieben?
17 .
„-Wer war's, der damals surcbtbar schlug die Schaare»,Die heut euch mit gewaltiger Macht umringen?
Fragt, ob es nicht die Helden - Ahnen waren,
Die kühn mit Dinis und dem Sohne gingen?
Und ob durch Schuld und Schmach ihr schlimm gefahrenMit Fernand: nimmer zweifelt am Gelingen!
Mag neue Kraft der neue König wecken,
Damit ihr werdet wie der Vorzeit Recken! —