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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
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135
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vierter gesang.

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12 .

Johann, dem kühner Muth im Herzen lohteUnd wuchs, gleich «amson's Stärke mit den Haaren,Bangt nimmer vor dem Wetter, das ihm drohte:

Mit Ruhe sammelt er die wenigen Schaaren;

Doch daß er blind nicht führe sie zum Tode,

Beräth er weise sich ob der Gefahren

Mit seinen Rittern, hört das Für und Wider:

Verschiedne Meinung theilt des Rathes Glieder.

13 .

Nicht fehlen Solche, die mit falschen GründenDer Meinung und Entschließung Aller wehren.

Und die statt tapfer» Muth nur Angst verkünde».

Die treulos der Gefahr den Rücken kehren,

Und feig und zagend sich in Alles finden,

Statt frisch und kühn das Unheil zu beschwören:

Die Land und König und selbst Gott verrathen(Gleich Petrus), rettet dies sie nur vor Schaden.

14 .

Doch Einer war, den Solches nie beirrte:

Dom Alvar, dem nur seine Brüder gleichen;

Denn als der giftige Zweifel Alles wirrte,

Schilt rauh er jene Memmen, jene Feigen;

Nicht sprach er, daß er sie gewinnend kirrteMit süßer Rede, sie zum Kampf zu neigen:

Nein, donnergleich, die Hand am Schwert, am blanken.Daß Land und Meer, der Weltbau schier mag wanken: