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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
133
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Uierter gesnng.

6 .

Wohl könnte man vergessen, was geschehenAn Schreckenstaten in der Römer Tagen,

Was Rom vom wilden Marius gesehen,

Von Sylla, als den Gegner er geschlagen.Deshalb denn auch, als rings Gerüchte gehen,Daß todt der Fürst, mag Leonor' es wagen,Castilien gegen Lusus' Reich zu werben,

Da ihre Tochter einzig dies soll erben.

7 .

Beatrix diese Tochter ward geheißen,

Als Gattin dem Castilier vermählet,

Der jetzt das Reich sür sie an sich will reißen,Zumal ein wirr Gerücht sic schon erwählet.

Auf Dies hin zieht er rasch sein tapfres Eisen,Und Truppen wirbt er, fest, im Kampf gestählct;Aus allen Ländern ruft er Kriegcrschaaren,

Der Gattin sogenanntes Recht zu wahren.

8 .

Nus den Provinzen und von allen Theilen,

Die Brigo einst bevölkert und bebauet,

Und aus den Ländern sieht man Krieger eilen,

Die Rodrich's, Fernand's Heer' mit Blut bethauetZn Maurenkriegcn; die beim Pflnge weilen,

Und Jene, die auf Seon's Flur man schauet:

Nicht weigern sie die Waffen jetzt zu tragen,

Sie, die so schwer den Mauren einst geschlagen.