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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
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Die lluliirüe».

3 .

Daß selbst der Himmel ries gefügt zum Segen,

Hat deutlich stch in Zeichen auch bewiesen,

Als in Evora wie durch göttlich RegenEin zartes Kind den Helden hochgepriesen,

So früh, wie Kinder nicht zu sprechen pflegen:

Mit Wunderkrast erhob sich's auf den Füßen

Und rief (ein Säugling): 'Heil und Ruhm dem Throne,

Schmückt Held Johann der Portugiesen Krone !>

Verwandelt sind im Reiche die Gemüther:

Den Haß, der längst schon Vieler Herzen schwellte.

Den Grausamkeit geweckt, hält nichts mehr nieder,

Ais stch zu ihm des Volkes Wuth gesellte:

Tod trifft die Feinde, die FamiliengliederDes Ehebrechers, und gar bald erhellte.

Wie viel des Königs Buhlerin begangen,

Wie strafbar unersättlich ihr Verlangen.

Doch fiel er, der bedeckt mit Schuld und Schande,

Noch vor ihr durch der Rächer kaltes Eisen,

Das mit ihm Viele hin zum Orcus sandte,

Als rings sich Aufruhr regt' in allen Kreisen:

So Jenen, den man von des Thurmcs Rande(Astyänax gleich) sah zum Abgrund reißen,

Den nicht des Priesters Kleid geschützt vor'm Wüthen,Der, nackt, zerfleischt, zum Fräße ward den Rüden!