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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
123
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Dritter Mang.

128

126 .

Zum Vater, der so grausam, sie erhebet

Das Wort und spricht: -Selbst auch der Wildniß Thiere,

Was auf der Flur und in den Lüsten lebet.

Bestimmet, daß es Krieg um Beute führe:

Mit großer Liebe zu den Jungen strebetJedwedes, daß cs nimmer sie verliere:

Schon bei des Ninus Mutter dies sich kündet,lind bei den Brüdern, welche Rom gegründet:

127 .

Und du, der Mensch von Anseh'n und GebehrdelWenn Mensch der Mörder ist von schwachen Frauen,Die niemals eine andre Schuld beschwerte.

Als daß sie wahrer Liebe mochten trauen),

Halt' diese Kinder frei stets von Gefährde,

Daß nicht auch sie umschließt des Grabes Grauen:

Mag ihre Unschuld dich und ineine binden,

Denn Schuld nicht rührt dich, die du nicht kannst finden.

128 .

Wenn du gewußt dem Mauren obzusiegen,

Zum Tod ihn sendend mit dem tapfern Eisen:

So wisse auch in Gnaden zu verfügen,

Daß nichts das Leben Denen mag entreißen.

Die ohne Schuld: doch willst du Eine rügen,

Magst du auf immer mich in Wüsten weisen,

Jn's rauhe Scythien, unter Libyens Gluthen,

Wo ewig meiner Thränen Ströme fluthen.