irr
Die Luslade».
123 .
„Da will der Welt er Dona Ines zeigen,
Um endlich ganz den Sohn ihr zu entziehen,
Den sie gefesselt. Mit des Todes SchweigenWill er ersticken treuer Liebe Glühen.
Wie kann gemeine Wuth das Schwert erreichen,Das tapfere (vor dem die Mauren fliehen),
Daß es so schonungslos erhoben worden,
Um eine schwache, zarte Frau zu morden k
124 .
„Ha! rohe Henker schleppten sie, die Arme,
Hin vor den König, dem das Herz sich rührte;
Doch durch das Droh'n von ihrer Feinde SchwarmeWird er vermocht, daß man zum Tod sie führte.
Sie bittet flehend, daß er sich erbarme(Als sie gewahrt, wie Bosheit eifrig schürte),
Der Söhne nur, des theuren Gatten wegen:
Sie selbst mag ruhig dann in's Grab sich legen.
125 .
„Zum Himmel nur kann sie die Blicke sendenMit Augen, welche schmerzerfüllt von Thrrnen;Gefesselt ward sie von der Schergen Händen,
Die Widerstand bet schwachen Frauen wähnen;
Voll Angst mag sie sich zu den Kindern wenden,
Die Mutterliebe bangt in heißem SehnenFür die, die sic als Waisen nun muß wissen,
Wenn durch den König ihnen sie entrissen.