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Die Lusiaden.
1l7.
„O Titus, nimmer so viel Seelen sendenMagst du zum Reich, durch das Cocytus windet,Wenn nun durch dich das Sündenvolk muß enden,Das mit der heiligen Stadt zertrümmert schwindet;Des Himmels Rache lag in deinen Händen,
Nicht Menschcnkraft ist's, die mit dir sich kündet:Längst schon erkannten Christus und die Seher,Daß das Verderben näher rückt und näher. —
„Als endlich glorreich sie den Sieg errungen,Kehrt heim Alfons zum Lusitanierlande,
Um auch im Frieden Ehren zu erlangen,
Wie reich sie ihm bescheert im Kriegerstande.
Ein Trauerfall, werth, daß ihn Dichter sangen,Der Tobte selbst noch aus dem Grabe bannte,Brach hier das Herz der ärmsten aller Frauen,Die erst im Tod als Königin zu schauen.
119.
„Nur du, Gott Amor, hast herauf beschworen,sJndem du unauflöslich Herzen bindest,)
Mit wilder Kraft den Tod, dem sie verloren,
In deren Kranz du Grabesblumen windest.
Es sagt, grausamer Gott, wer dich erkoren,Daß Labung du nicht an den Thränen findestDie du erzeugst; nein, mit ThrannenmutheWillst du dich baden in der Menschheit Blute!