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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
110
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Die tlusiaüe».

87 .

„Sie wollten hin, in heiligem Grimm zu kriege»Bei Rothbart Friedrich, welchem schon entsendetEin mächtig Heer, dem Feinde obzusiegen,

Der in der Stadt, wo Christus einst geendet;Schon mußt- Guido's Heer dort unterliegenBor Durst, da Saladin mit List gewendet,

Daß Allen rings das Wasser ward entzogen,

Wo heiß der Sand und fern die frischen Wogen.

88 .

„Die schöne Flotte aber, die geschwommenZum Hasen vor der grausen Stürme Wüthen,

Hat gern Held Sancho's Bitte angenommen.Vorher zum wilden Kampf die Hand zu bieten;Und, wie sein Vater einst zum Sieg gekommenVon Lisboa, trotz jener mächtigen Scythen:

So hat auch er durch deutsche Kraft bezwungenDen wilden Feind, und Sylves sich errungen.

8ll.

„Als so viel Siegstrophäen er gewonnen,

Hat auch der tapfre Stamm der Leonesen,Ermuntert durch sein Beispiel, kühn begonnen,Durch Kampf aus Maurenherrschaft sich zu losen ;Bald ist er Tuhi's stolzem Joch entronnen,

Und rächt sich blutig ob des vielen Bösen ;

Und rings die Städte seiner Nachbarn alle,

Wie schon durch Sancho, kommen rasch zu Falle.