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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
109
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Dritter gesang.

84 .

„Die hohen Vorgebirge ihn beklagten,

Die Müsse, weinend mit den Kuben Wellen,Zich'n über Fluren, deren Saaten ragtenIn ödem Grün, verlangend nach den Quellen:Es kauert Strom und Flur; die Völker sagtenEinander von dem Ruhmesglanz, dem Hellen,Der nie wird bleichen, ob der Staub zerfalleUnd bang des Echo's Trauerruf verhalle.

85 .

„Der tapfre Jüngling Sancho, treu erfunden,

Und eifernd nach des Vaters Hcldenthaten, —Deff Jugend schon Gewaltiges mocht' bekunden.Als roth vom Blut der Betis durch die SaatenGeströmt ob vieler Mauren Tod und Wunden,

Als Andalusiens König schlimm berathen;

Und dann umsonst der Maure Beja stürmte,

Wo haufenweis sein Schwert ihm Leichen thürmte

8 «.

„Als dieser Prinz den Königsthron bestiegen(Den er nur kurze Lebensjahre zierte).

Will Sylves er, die feste Stadt, bekriegen,

Auf deren Flur den Pflug der Maure führte.

Und deutsche Kämpen halfen hier ihm siegen,

Da deren Flotte just sein Land berührte,

Indem sie, stark gewaffnet, durch die WogenHin nach Judäa, dem verlornen, zogen.