Die Lilliaven.
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51 .
„Da sieht man Blutgemetzel sich entspinnen:
Sie streben das Gebirge zu erreichen,
Auf blitzesschnellen Rossen sic entrinnen.
Wie sie Neptun der Welt einst mochte zeigen.
Wild hemmen Streiche furchtbar das BeginnenDer Ordnung im Gefecht: rings starren Leichen —Kampf überall; allein des Lusus ReckenTrotz Helm und Schild die Feinde niederstrecken.
52 .
„Die Köpfe rollen auf des Schlachtfelds BodenUnd Arme, Beine, ohne Rumpf und Leben ;
Dort klaffen Eingeweid' aus schon halbtodtenZerfetzten Kriegern, deren Lippen bebenIm Todeskampf; im Blute steht, im rothen,
Der Kampfplatz, der vom Feind schon preisgegeben;Die weißen Blumen und das Grün der FlurenSind karmoisinroth von des Blutes Spuren.
53 .
„Der Lusitanier hat den Sieg errungen,
Trophäen sammelt er und reiche Beute;
Drei Tage bleibt er, als der Maur' bezwungenUnd schier vernichtet auf der rothen Haide.
Sein weißer Schild, von Siegslorbeern umschlungen,Fünf blaue Schilde zeigt er, was einst deuteNoch in der Enkel spät'sten Lebenslagen,
Wie hier fünf Maurenfürsten er geschlagen.