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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
97
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Dritter gesang.

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48.

So war der wilde Kampfesmuth erwecketIm neuen König, durch des Höchsten Wunder;Ergrimmt der Sarazcn' alsbald entdecket:

Hier geht trotz seiner Uebermacht er unter.

Das Wuthgeheul der Hunde, die verstecketIm Hinterhalt, macht rings die Streiter munter;Nach Waffen greift das Volk, zu Lanz' und Bogen,Trompeten schmettern, wild die Massen wogen.

49.

Der Flamme gleichend, welche sich entzündetAuf dürren Feldern, und durch's frische WehenDes rauhen Boreas bald Nahrung findetUnd anwächst, daß ihr nichts kann widerstehen,

Bis schnell der dürre Wald in Gluth verschwindet;

Wie die erschreckten Heerden dann zu sehen,

Vom Schlaf erweckt durch schwüle Gluth und Brausen,Betäubt, verwirrt zum Dorf entfliehend mit Grausen:

50.

So ist der Maur' erschrecket und verwirret,

Zur Waffe greift er in bestürzter Eile;

Nicht flieht er; sondern, als sein Roß geschirret,Schwingt er sich auf, saßt Lanze, Bogen, Pfeile.

Doch schon des Gegners Schwert ihn wild umklirret.Die Flur hallt wieder von dem Schlachtgeheule:

Die wuchtigen Lanzen bohren ihn zur Erde,

-Hilf, Allah!» fleht des Sterbenden Gebehrde.Camoes, Die Lusiaden. 7