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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
93
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Dritter ^

LZ

Der treue Diener nämlich, der erkannte.

Daß seinem König sicher droht Verderben,

Eilt zu Castiliens Herrn, um FreundschaftsbandeZu knüpfen und um dessen Schutz-zu werben.

Rings steht ein furchtbar Feindesheer im LandeWie Egas Moms weiß; doch lieber sterbenMag er mit all den kühnen tapfcrn Recken,

Als vor der Ucbermacht die Waffe» strecken.

37 .

Zur Wiese, die zum Sammelplatz erkoren,

Hat sich Castiliens König schon begeben,

Wo er Dom Egas, der ihn drum beschworen,

Gehör ertheiiet ohne Widerstreben.

Und Egas sieht, daß ihm gewiß verloren,

Brickt Jener seinen Eid, das süße Leben.

Doch seine Furcht war grundlos: was versprochenCastiliens Fürst, ward treulos nie gebrochen.

38 .

Mit seinen Söhnen, mit der Gattin zeigetSich Egas, um Vertrauen zu erwecken.

Er hofft, daß seines Gegners Herz nicht schweiget.Sieht schmucklos er und barfuß bier den ReckenMit all den Seinen; und das Haupt er neigetUnd spricht: -Dein Zorn, o König, soll uns scbrecken,Und deine ganze Rache möge walten,

Wenn, was ich schwur, nickt treulich wird geballen.