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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
94
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Die Lustude».

39 .

.Als Geiseln bring' ich dir das Weib, das reine,Die Kinder schuldlos, makelfrci erzogen:

Sie treffe Tod, wird je durch mich alleineDein großmuthvolles Herz getäuscht, betrogen.

An ibnen übe Rache, spare keineGewalt und Marter, Hab' ich dir gelogen.

Durch Qual bring' sie zum Tod nach Scinis' Weise,Der Stier Perills vernichte sie, der heiße.»

40.

Wie vor dem Henker der zum Tod VerdammteSchon lebend fühlt des Todes dumpfe Schrecken,Wenn er bereits am Pfahl steht, eh' noch flammteDas Schwert, das letzte Urtheil zu vollstrecken:So stand hier Egas, mit ihm die gesammteFamilie, des Königs Herz zu wecken.

Der hocherzürnt; doch als er so gesehenDes Helden Treu', mag er nicht widerstehen.

41.

O große Treue du der PortugiesenAm Diener, der auf's Spiel sein Alles setzte!

Hat er nicht gleiche Tapferkeit bewiesenWie jener Perser, der sich schwer verletzte '<

Hoch hat Darius seine That

Der seine Freundschaft noch viel höher sckätzte,

Als zwanzig Babel, die er unterjochte,

>Da Zopvrus kein Gold ersetzen mochte.»