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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
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Die Lusiaden.

21 .

Mil zornigem Antlitz ruht beim wilden JagenAuf eines Tritons Schultern leicht Cythere;

Wohl mochte, wer sie trug, vor LustbehagenNicht spüren seiner süßen Bürde Schwere.

Schon langt sie an, wo wild die Wogen schlagenDer Flott entgegen, daß sie rückwärts kehre:

Und Sturm und Fluth umwogen und zertheilenDie leichten Schiffe, die zum Hasen eilen.

22 .

Dem Hauptschiff stellt die Göttin sich entgegenMit Wogen, die die Einfahrt ihm bestreitenZum Hafen; um es weiter zu bewegenMag man umsonst die vollen Segel breitenIm Winde: vor den harten Kiel sie legenSich mächtig, daß das Schiff muß rückwärts gleiten.Auf allen Seiten kräftig sie sich mühen,

Vom falschen Port die Flotte abzuziehen.

23 .

Wie fleißig sammelnd Ameisschaaren bringenViel Vorrathslast zu ihrer Höhle nieder,

Damit den rauhe» Winter sic bezwingen,

Der eisig starrt auf ihre schwachen Glieder,

Wie sie mit Lust und Eifer rüstig dringenZur Arbeit, fallen, sich erheben wieder:

So suchten jetzt die Nymphen abzuwenden,

Daß rühmlos hier des Lusus Recken enden.