Nicht gnügt dm Portugiesen solch Gelingen:Dersolgend rasch den Sieg, sicht man verheerenUnd metzeln sie mit ihren scharfen Klingen,
Mit Feu r und Schwert das Raubnest ganz zerstören.Aus schon bereite Rosse sie sich schwingen,
Dem Feind die Rettung durch die Flucht zu wehren;Der Scheck verwünscht den Kamps und jenen Alten,Der ihn zu solcher Unthat angehalten.
91.
Im Flieh'» versendet ungewiß die PfeileDer Feind im feigen, allgewaltigen Schrecken;Umsonst versucht er, auf geringe WeileDurch Busch und Baum und Felsen sich zu decken —In toller Wuth, in der Verzweiflung EileFlieht er vom Jnselboden vor den Recken,
Und jagt, den schmalen Meerarm zu durchschneiden,Durch den sich Insel hier und Festland scheiden.
92.
Ein Theil in überfüllte Barken flüchtet,
Ein andrer will durch Schwimmen rasch entfliehen —Hier Einer wird vom Wellenschlag vernichtet,
Dort sinkt ein Andrer trotz der stärksten Mühen:
Das kleinere Geschütz zu Grunde richtetDie schwache» Kähne: laut um Gnade schrieenDie feigen Schurke» — also hat gerochenDer Pvrtugies' den Eid, den fl- gebrochen.
Camkcs, Die Vusiaden. 3